Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Berichte aus dem Nürnberger Land

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Kommandantenversammlung im Dienstbezirk 2 27.02.2017

SCHÖNBERG - Im Februar fand in Schönberg die jährlich stattfindende Kommandantenversammlung der Feuerwehren des Dienstbezirks 2 unter Leitung von Kreisbrandinspektor Friedrich Holfelder statt. Neben dem Landrat des Landkreises Nürnberger Land, Armin Kroder, Geschäftsführer der Lebenshilfe Nürnberger Land und Kreisrat Norbert Dünkel, dem Kreisbrandrat der Feuerwehren des Landkreises Nürnberger Land, Norbert Thiel konnte Friedrich Holfelder Vertreter der Fachgruppen und der Kreisbrandinspektion sowie die Kommandanten des Dienstbezirkes 2 begrüßen.

Armin Kroder bedankte sich bei allen Kameraden für die sehr gute Arbeit, welche im gesamten Landkreis täglich geleistet wird. Ehrenamtliches Engagement sei schon lange nicht mehr selbstverständlich. Besonders in Zeiten, in denen die Anforderungen und Einsätze stetig steigen, ist eine sehr gute Zusammenarbeit wichtig. Denn nur dann sei es möglich, auch besondere Einsatzlagen erfolgreich zu bewältigen.

Norbert Dünkel richtete seine Grußworte vor allem an die Kameraden der einzelnen Wehren, welche die tägliche Arbeit in Form von Einsätzen und Übungen verrichten. Dies spiegelt sich auch in der sehr guten Zusammenarbeit der verschiedenen Hilfsorganisationen im Landkreis wieder. Themen aus den Bereichen Feuerwehr und Katastrophenschutz genießen außerdem einen sehr hohen Stellenwert im Kreistag. In den kommenden Jahren wird es auch in diesen Bereichen einige wichtige Investitionen geben, um das hohe Niveau halten zu können und für jegliche Einsatzlagen und Gefahren vorbereitet zu sein.

Norbert Thiel hob die positive Zusammenarbeit mit den zuständigen Sachgebieten und Mitarbeitern des Landratsamtes Nürnberger Land hervor und bedankte sich bei der Lebenshilfe Nürnberger Land für die Bereitstellung der Räumlichkeiten an diesem Abend. Bei größeren Schadenslagen kann es außerdem erforderlich sein, dass auch der Landrat an die Einsatzstelle gerufen wird. So überreichte Norbert Thiel eine Schutzjacke mit entsprechendem Rückenschild, um in diesen Situationen erkannt zu werden sowie vor allem geschützt zu sein.

Im Landkreis wird die Ausbildung an den einzelnen Standorten sowie die angebotenen Lehrgänge und Schulungen im Ausbildungskatalog sehr gut angenommen. Fehlende Kapazitäten an den Staatlichen Feuerwehrschulen sollen in den kommenden Jahren verstärkt ausgebaut und aufgestockt werden. Ebenfalls positiv und vor allem sehr wichtig sei der sehr gute Stand an Nachwuchskräften in den einzelnen Jugendfeuerwehren. Aufgrund der neuen Alarmierungsbekanntmachung in Bayern wird es in diesem Jahr außerdem eine Überarbeitung der Alarmierungsplanung im Landkreis sowie der darin definierten Alarmstichworte geben. Genaue Informationen dazu werden entsprechend folgen.

Friedrich Holfelder bedankte sich für das Engagement aller neu gewählten sowie wiedergewählten Kommandanten. Im vergangenen Jahr wurde die Beschaffung sowie die Ausstattung der Feuerwehren mit mobilen sowie fest eingebauten Digitalfunkgeräten erfolgreich abgeschlossen. Auch wurden die Geräte mit den aktuellen Updates versehen. Ein besonderer Dank geht hierbei an die Kameraden der UG-ÖEL für die Organisation und Durchführung der Updates im Dienstbezirk.

Ebenfalls positiv ist der aktuell sehr hohe Stand an Jugendlichen sowie Atemschutzgeräteträgern in den Feuerwehren. Dies sei sehr wichtig und sollte auch in der Zukunft weiter intensiviert werden. Die Ausbildung am Schaumtrainer wurde hingegen nur sehr mäßig angenommen. Auch wenn dies nur ein Modell ist, ist das Trainieren realistischer Einsatzszenarien möglich und vor allem sehr wichtig. Für das Modell sprechen Aspekte wie Umweltschutz und Kostenersparnis.

Zunehmend wichtiger wird die Arbeit der PSNV-(E) bei schwierigen Einsätzen. Hier wird erfahrenes Personal mit einem sehr guten Ausbildungsstand eingesetzt, welches bei der persönlichen Verarbeitung von belastenden Situationen unterstützt. Besonders Führungskräfte sind hierbei gefordert, darauf aufmerksam zu machen und den Bedarf zu erkennen.

Friedrich Holfelder bedankte sich ebenfalls bei den Kameraden der UG-ÖEL des Landkreises Nürnberger Land für die sehr gute Zusammenarbeit bei der steigenden Zahl von Einsätzen und Übungen. Im vergangenen Jahr wurde der Standort der Einheit von Hersbruck nach Schwarzenbruck verlegt.

Kreisbrandinspektor Bernd Haslinger berichtete, dass bei den Feuerwehren des Landkreises insgesamt ca. 1200 MRT und HRT im Netz freigeschaltet sind. Auch der Ausbau der Fahrzeuge ist abgeschlossen. Ein Termin für die endgültige Umstellung auf Digitalfunk im Bereich der ILS Nürnberg ist hingegen noch nicht bekannt. Bezüglich der Einführung der digitalen Alarmierung in Bayern soll es heuer in zwei Leitstellenbereichen einen Pilotversuch geben. Ein belastbarer Termin für die Umstellung auf die digitale Alarmierung im Landkreis ist noch bekannt.

Es folgte die Vorstellung des "Taktischen Nutzungskonzepts" für den Digitalfunk im Landkreis Nürnberger Land. Dies wurde durch einen Arbeitskreis unter der Leitung von Kreisbrandmeister Markus Gnan ausgearbeitet. Ein einheitliches Konzept gibt es in Bayern zwar nicht, im Landkreis soll es aber zu einem einheitlichen Termin eingeführt werden. Schulungen sowie genauere Informationen dazu werden folgen.

Kreisbrandmeister Peter Kölbl berichtete über eine steigende Anzahl von Einsätzen in den vergangenen Jahren. Besonders in den späten Nachmittagsstunden sei ein Anstieg zu verzeichnen. Ca. 1300 Kameraden sind in den einzelnen Wehren im Dienstbezirk 2 aktiv. Im kommenden Jahr werden auch wieder Schulungen für die Software "EMS" angeboten. Diese ist Voraussetzung für das Arbeiten mit diesem Programm.

Kreisbrandmeister Jörg Leipold stellte das Konzept für die neugeschaffene "Modulare Truppausbildung" vor. Wichtig hierbei sei, dass nur noch bis zum 15. März 2017 Anmeldungen für eine Prüfung nach dem bisherigen Modell "Truppmann/Truppführer" angenommen und schließlich auch durchgeführt werden. Im Anschluss wird nur noch nach dem System der "MTA" ausgebildet und geprüft.

Aus den Reihen der Kommandanten gab es einige Anregungen zu aktuellen Themen sowie den Wunsch nach speziellen Schulungen für Kommandanten zu aktuellen und ausgewählten Themen.

Friedrich Holfelder bedankte sich bei allen Anwesenden und wünschte eine gute Heimfahrt sowie ein unfallfreies Jahr.

Bericht und Fotos: Florian Stahl, Redaktion KFV-Online

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