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Vortrag über Jugendfeuerwehr im Extremismus und heute 20.06.2017

VORRA - Am Donnerstag den 23. Februar 2017 war Fachbereichsleiter Jugendpolitik KBM Armin Steinbauer von der Jugendfeuerwehr Mittelfranken mit seinem Vortrag "Kinder unter Beschuss - Ein Dunkles Kapitel in der Jugendfeuerwehr-Arbeit" im Schullandheim in Vorra, um 26 Schülern der 6. Klasse eines Gymnasium aus Memmingen die Hintergründe zu erläutern, warum und was die Jugendfeuerwehr mit dem Thema "Extremismus" zu tun hat.

In einem Anschaulichen Vortrag mit dem Thema "Kinder unter Beschuss" wurde den Jugendlichen und den Lehrkräften anschaulich verdeutlicht, was und warum hier die Jugendfeuerwehr das Thema Extremismus bearbeitet, dass es sich bei den ersten Jugendfeuerwehren um sogenannte HJ-Feuerwehren, die sich aus jugendlichen Jungen im Alter von 12 - 17 Jahren zusammensetzten und eine Ausbildung im Brandschutzhilfsdienst erhielten, um für Volk und Vaterland die an der Front eingesetzten Feuerwehrkräfte im Kriegsdienst zuhause zu ersetzen und den Brandschutz sicherzustellen. Dieses geschah teilweise noch unter feindlichen Beschuss und Bombardierung und teilweise in Lebensgefährlichen Situationen für die Jugendlichen und Ihre Einheiten.

Vorreiter solcher HJ Brandschutzeinheiten in Bayern waren der Raum Bad Reichenhall, Rosenheim, Amberg, Aschaffenburg, Deggendorf und Erlangen, gefolgt von den Großstädten Bayerns. Es kam aber auch zur Sprache, dass bereits 15-jährige eine Sonderausbildung erhielten, um die leichten Löschfahrzeuge ähnlich einem TSF fahren zu können und zu dürfen.

Zum Vergleich stellte Armin Steinbauer dann auch die Arbeit der Jugendfeuerwehr heute vor. Mit dem Thema "Unsere Arbeit ist bunt" führte KBM Steinbauer nicht nur in die Ausbildung der Jugendlichen ein, sondern zeigte anschaulich mit ebenfalls einer Power-Point-Präsentation die Wettbewerbe der Jugendfeuerwehren heute, aber auch Fahrten und Zeltlager im In- und Ausland, nationaler und internationaler Jugendaustausch, Freizeitaktivitäten wie Ausflüge, Kinobesuche usw.

Um den Jugendlichen nun aber auch die Möglichkeit zu geben die Jugendfeuerwehr auch gleich einmal praktisch zu erleben und auszuprobieren, führte ein kurzer Fußmarsch von rund 400 Metern vom Schullandheim Vorra zum Gerätehaus der Feuerwehr Vorra. Hier wurde den Jugendlichen durch zwei aktive Kameraden der örtlichen Feuerwehr sowie 2 Jugendlichen der Jugendfeuerwehr sehr anschaulich der hydraulische Rettungssatz, das neue Löschfahrzeug mit seiner umfangreichen Ausrüstung sowie das Fahrzeug für die First-Responder-Einheit anschaulich erläutert und zum Schluss auch noch eine Runde durch den Ort gefahren.

Auch die Jugendfeuerwehr hatte für die Gäste einige Stationen wie Schlauchkegeln, Leinenbeutel-Zielwerfen oder Zielspritzen mit der Kübelspritze vorbereitet, welche auch alle gut angenommen und ausprobiert wurden.

Am Ende des Nachmittags waren alle Schüler etwas überrascht, welche umfangreichen Aufgaben eine örtliche Freiwillige Feuerwehr hat, wie umfangreich die Ausrüstung dafür ist wie gut bereits die Jugendlichen aus der Jugendfeuerwehr ausgebildet sind.

Sowohl die Kräfte der Feuerwehr Vorra als auch Fachbereichsleiter Jugendpolitik KBM Armin Steinbauer waren sich einig, dass mit einer solch interessierten Schulklasse die Arbeit noch mehr Spaß macht und es auch weiterhin die Zusammenarbeit in diesem Bereich geben soll.

Bericht und Fotos: KBM Armin Steinbauer

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