Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Einheiten: Wechselladerfahrzeuge des Landkreises Nürnberger Land

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Wechsellader, Facheinheit Gefahrgut der FF Hersbruck

Der Landkreis Nürnberger Land verfügt seit Mitte 2013 über das erste Wechselladerfahrzeug (WLF) im Feuerwehrdienst, welches erst den Beginn des neu aufgestellten Wechsellader-Konzeptes darstellt. Weiterhin ist geplant, Sonderlöschmittel, Gefahrgutausrüstung und Unterstützungskomponenten auf Abrollbehälter (AB) zu verlasten, so dass sich hieraus Möglichkeiten zur flexiblen Einsatzgestaltung mit gleichzeitiger Kostenersparnis ergeben.

Das neue Wechselladerfahrzeug mit dem Funkrufnamen "Florian Hersbruck 14/82/1" basiert auf einem 26 Tonnen Mercedes-Fahrgestell und wurde nach öffentlicher Ausschreibung, zusammen mit dem neu konzipierten Abrollbehälter "AB-ASM" zur Dienstleistung an die FF Hersbruck übergeben. Es ist integriert in der örtlichen Abteilung "Gefahrgut", welche durch Neuaufstellung der Organisationsstruktur der FF Hersbruck gebildet wurde. Die Abteilung beinhaltet die Sachgebiete "Fahrzeug und Technik", "Messgeräte", "Atemschutz" und "Ausbildung / Taktik" und greift sowohl in den Übungs- wie auch Einsatzbetrieb ein.
Die FF Hersbruck ist eine der wenigen Wehren im Landkreis, welche ohnehin bereits über umfangreiche Strahlenschutzausrüstung und entsprechend unterwiesenes Personal verfügt. Sie rückt mit dem neuen Fahrzeug im gesamten Landkreis, mit zusätzlicher Unterstützung durch ein Löschgruppenfahrzeug, aus; das WLF bildet zusammen mit den Gefahrguteinheiten der FF Altdorf bzw. je nach Erfordernis der Ortsschadenslage, eine kompetente Einheit. 
In der FF Hersbruck waren bisher bereits Komponenten für Dekontamination und Abwehr möglicher CBRN-Gefahren (früher ABC) vorhanden. Der neue Abrollbehälter beinhaltet unter Anderem 24 Atemschutzgeräte mit Maske und MotionScouts ("Totmannschalter"), Kommunikationseinrichtungen für die Atemschutztrupps, Dekontaminations- und Absperrmaterial, schwere und leichte CSA, Probeentnahmeutensilien, sowie verschiedenste Messgeräte. Neben herkömmlichen Prüfröhrchen und pH-Messstreifen sind unter Anderem modernste Strahlenmessgeräte, ein Mehrgasmessgerät und ein Photoionisationsdetektor (PID) als Bestandteil der Nachweisgeräte zu nennen. Letztgenanntes ermöglicht es den eingesetzten Messtrupps aus über 200 nachweisbaren Stoffen den richtigen, in der jeweils geringsten Konzentration vorhandenen, Stoff aufzuspüren und quantitativ zu bewerten (Einheit ppm).
Die Hauptaufgaben des WLF + AB bestehen darin, bei Großschadenslagen mit zusätzlicher Atemschutztechnik zu unterstützen und Messfunktionen zu erfüllen. Hierbei werden entsprechende Trupps eingesetzt, welche die örtlich eingesetzten Wehren unterstützen und der Einsatzleitung nötige Informationen, z.B. über austretende gefährliche Stoffe, liefern. Derzeit werden noch einige Ausrüstungsgegenstände beschafft, so dass die volle Einsatzbereitschaft zeitnah möglich sein wird. Parallel laufen umfangreiche Standortschulungen an, um den Bedienern die Messtechnik nahe zu bringen und das vorhandene Material sinngemäß einsetzen zu können.


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