Kreisfeuerwehrverband Nürnberger Land
Freizeit- und Erholungszentrum der Bayerischen Feuerwehren

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Die Geschichte des Feuerwehrerholungsheimes Bayerisch Gmain

In der Zeitung für Feuerlöschwesen wurde am 15. September 1925 bekanntgegeben, daß in "Reichenhall-Gmain" das Hotel zur Schönen Aussicht erworben wurde.

Am 25. September 1925 war die Eröffnung und ab diesem Tag wurde die Anlage als Feuerwehrerholungsheim für die Bayerischen Feuerwehren geführt. Das Areal war zu diesem Zeitpunkt Eigentum des Vereins Bayerisches Feuerwehrerholungsheim und es hatte seinerzeit schon 74 Betten

In der Vereinssatzung von 1930 wurde je Feuerwehrmann ein Mitgliedsbeitrag von 10 Pfennig erhoben, heute sind das 1,80 DM. Das Grundgerüst dieser Satzung mit ihren Organen und Gremien hat sich bis heute erhalten und bewährt..

Im Jahre 1934 mußte sich der Verein auflösen und die Anlage des Feuerwehrerholungsheimes in Bayerisch Gmain wurde zwecks Weiterführung an den Bayerischen Landesfeuerwehrverband abgegeben. Die Anlage im Werte von etwa 1,25 Mio. RM war schuldenfrei übergeben worden. In den Jahren 1933 - 1935 wurde der Südbau erbaut und am 30. September 1935 seiner Bestimmung übergeben.

Von 1933 - 1939 wurde das Feuerwehrerholungsheim als Erholungsheim für die Feuerschutzpolizei geführt.

Im Jahre 1939 wurde der Bayerische Landesfeuerwehrverband aufgelöst und das Erholungsheim vom damaligen Herrscher des Dritten Reiches enteignet. Es hatte seinerzeit bereits 110 Betten. Es wurden schon damals Freiplätze gewährt, bei deren Kosten sich auch die Bayerische Versicherungskammer beteiligte.

Das Feuerwehrerholungsheim im Jahre 1940

Am 5. September 1939 wurde vom damaligen Landesbranddirektor bekanntgegeben, daß das Feuerwehrheim in Bayerisch Gmain von der Deutschen Wehrmacht als Lazarett vorbereitet wird. Ende 1939 war es dann soweit, das Feuerwehrerholungsheim wurde Lazarett der Deutschen Wehrmacht. Am 25. April 1944 wurde das Lazarett Feuerwehrheim bei einem Angriff der amerikanischen Luftwaffe durch Bomben zerstört. Das Hauptgebäude (Saalbau genannt) wurde beim Angriff schwer getroffen. Der Südbau, damals Lattenberghaus genannt, überlebte den Angriff.

Nach Kriegsende wurde das Lazarett aufgelöst und in den Südbau zog die amerikanische Besatzungsmacht ein. Die anderen Gebäude wurden mit Flüchtlingsfamilien belegt.

Im Frühjahr 1946 zogen die US-Streitkräfte aus und der 1. Kurgast der neuen Zeit zog in das Heim ein. Die Vollpension kostete damals 4,5 RM.

Am 6. Februar 1948 war die Neugründung des Vereins Bayerisches Feuerwehrerholungsheim e.V. Die Eintragung ins Vereinsregister geschah beim Amtsgericht Bad Reichenhall am 24. September 1948. Die Anlage des Feuerwehrerholungsheimes ging in den Besitz des Freistaates Bayern über und im Jahre 1950 unter dem damaligen Bayerischen Innenminister Dr. Wilhelm Högner stand der Verein vor der Entscheidung, das Areal zurückzufordern und als Eigentümer das zerstörte Gebäude wieder aufzubauen, oder für die nicht durch Bomben beschädigten Gebäude den Lastenausgleich zu bezahlen.

Durch das Bayerische Innenministerium wurde angeboten, daß die Anlage mit den rund 32.000 qm Grund im Eigentum des Freistaates Bayern bleibe und der Bauunterhalt am Gebäude aus Mitteln der Feuerschutzsteuer bezahlt werde und der Abteilung Feuerschutz im Bayerischen Staatsministerium des Innern unterstellt wird.

Von der damaligen Vorstandschaft des Vereins wurde dieser Vorschlag angenommen und er hat sich bis zum heutigen Tag bewährt. Der Saalbau wurde in den Jahren 1950, 1952 und 1956 durch den Freistaat Bayern und einer Bausteinaktion durch die Feuerwehren Bayerns wieder erstellt. 1974 bis 1978 wurde der Neubau mit 46 Zimmern, alle mit Waschbecken und WC erbaut und in Betrieb genommen.

Dem Neubau angebaut wurde das Hallenschwimmbad mit einer Größe von 16,6 x 8 Meter. Ebenso wurde im November 1977 das Verwaltungsbebäude mit den Räumen für die Geschäftsstelle und 2 Wohnungen sowie 10 Fremdenzimmern übergeben.

Diesen Bauten vorausgegangen war eine Bausteinaktion der bayerischen Feuerwehren, in der insgesamt 1,1 Mio. DM aufgebracht wurden. Der Verein konnte daraus dem Freistaat Bayern DM 500.000.-- als Beitrag für die Vergrößerung des Feuerwehrerholungsheimes übergeben. Aus den restlichen Mitteln der Bausteinaktion mußte der Verein die Einrichtung für das Verwaltungsbebäude und den Neubau finanzieren.

Dem Freistaat Bayern und dem damaligen Staatsminister des Innern, Dr. Bruno Merck, der heute beim Festakt anwesend ist, haben es die bayerischen Feuerwehren zu verdanken, daß das Heim erweitert wurde und 220 Betten belegt werden können. 1988 wurde vom Verein mit einem Kostenaufwand von DM 110.000.--- im Untergeschoß des Neubaues eine Sauna eingerichtet, die von den Feuerwehrkameraden sehr gerne benützt wird.

Im Jahre 1982 kam der Verein zu einer Erbschaft, die den Grundstock zum Erwerb des Hauses Bergklause im Jahr 1983 ermöglichte. Das Gästehaus Bergklause ist mit 10 Doppelzimmern und 3 Vierbettzimmern, alle mit Dusche und WC, ausgestattet. Den Gästen wird dieses Haus als Frühstückspension angeboten.

Da diese Frühstückspension von den Feuerwehrkameraden sehr gerne angenommen wird, konnte der Verein im Jahre 1990 das Gästehaus Alpina erwerben. Dieses Haus liegt gegenüber dem Haus Bergklause, hat 5 Einzelzimmer, 11 Doppelzimmer und 1 Dreibettzimmer, alle mit Dusche und WC ausgestattet.

Auch das Haus Alpina wird den Gästen als Frühstückspension angeboten.

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, daß diese beiden Häuser im Eigentum des Vereines sind.

Ebenfalls im Jahre 1990 wurden aus Mitteln des Freistaates Bayern im Saalbau in 25 Zimmern Dusche und WC eingebaut. Die Sanierung dieses Gebäudes war damit abgeschlossen und es ist dem Bayerischen Staatsministerium des Innern zu verdanken, daß diese Modernisierungsarbeiten durchgeführt werden konnten. Am 15. Oktober 1994 wurde der sogenannte Südbau, das älteste Gebäude wegen Um- und Moderisierungsarbeiten geschlossen. Auch hier wurden Zimmer mit Dusche und WC ausgestattet. Diese Baumaßnahme wurde wiederum vom Freistaat Bayern finanziert

Die Einrichtung der Fremdenzimmer wurde vom Verein finanziert. Dies war nur durch eine großzügige Spende der Landesbrandversicherungsanstalt möglich.

Heute kann das Feuerwehrerholungsheim 336 Betten in 156 Fremdenzimmer anbieten.

Davon haben

  • 108 Zimmer: Dusche / WC
  • 46 Zimmer: WC und Etagendusche
  • 2 Zimmer: Waschbecken.
  • 13 dieser 156 Fremdenzimmer sind Einzelzimmer.

1994 haben insgesamt 11880 Personen Urlaub gemacht, das sind 91400 Übernachtungen.

Den Gästen steht ein Hallenbad, eine Sauna, ein Fitneßraum, zwei Solarien, eine Rauminhalation, eine Kegelbahn, Fahrrad- und Rodelverleih fünf Fernsehräume und mehrere Aufenthaltsräume zur Verfügung.. Durch den großen Bekanntheitsgrad des Bayerischen Feuerwehrerholungsheimes bei den Feuerwehren in und außerhalb Bayerns und der Zufriedenheit der Gäste, ist es möglich die 156 Fremdenzimmer zu über 90 % zu belegen, eine Belegungsquote, von der vergleichbare Gästehäuser oder Hotels nur träumen können.

Text und Bildmaterial: BFH

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